Bundesjustizministerin besucht Berufsverband bvk

b v k, den 12.01.2012
Am Dienstag, den 10. Januar 2011, konnte man beim bvk hohen Besuch begrüßen. Fragen der Weiterentwicklung des Urheberrechts und Probleme bei der Durchsetzung von angemessenen Nutzungsbeteiligungen für bildgestaltende Kameraleute standen im Mittelpunkt eines ausführlichen Gesprächs mit der Bundesministerin der Justiz in der Geschäftsstelle des bvk. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wurde von der Leiterin des Referats Urheberrecht im BMJ, Dr. Irene Pakuscher, begleitet. Seitens des Berufsverbands nahmen Jost Vacano, Johannes Kirchlechner, RA Dr. Nikolaus Reber und Dr. Michael Neubauer an dem sehr informativen und offenen Gedankenaustausch teil.






Fotos: Michael Neubauer

b v k - Bundesverband Kamera e.V.
German Society of Cinematographers

B V K - Präsident Falko Ahsendorf verabschiedet

bvk, den 26.01.2012

Der BVK hat Falko Ahsendorf, Präsident des Berufsverbandes seit Januar 2000, anläßlich der zweitägigen Jahreshauptversammlung in Hamburg am 21.01. mit einem Empfang im gediegenen Clubhaus des ältesten deutschen Ruderclubs (mit herrlichem Blick über die Alster!) aus seinem Amt verabschiedet.

Am folgenden Tag wurde der neue Vorstand gewählt, dem nun Rolf Coulanges, Viola Laske, Johannes Kirchlechner, Michael Schallon, Uli Schmidt, Markus Schott und Michael Tötter angehören. Zum neuen Präsidenten wählte die hervorragend besuchte Mitgliederversammlung einstimmig Johannes Kirchlechner.

Mit überwältigender Mehrheit wurde außerdem beschlossen, daß der Verband, der mittlerweile weitere Tätigkeitsfelder abdeckt, in "BVK - Berufsverband Kinematografie e.V." umbenannt wird. Mit weit über 500 Mitgliedern ist der Verband die maßgebliche Vertretung der bildgestaltenden Kameramänner und -frauen von Film- und Fernsehwerken und ihrer MitarbeiterInnen.

Die nächste Jahreshauptversammlung - dann wieder mit Fachsymposium und Industrieausstellung - wird im Januar 2013 in Berlin stattfinden.

Gagentarifvertrag 2012

b v k, den 12.01.2012
Zum 1. Januar 2012 ist der neue - zwischen Verdi und der Produzentenallianz ausgehandelte - Gagentarifvertrag für Film- und Fernsehschaffende in Kraft getreten.

Von der Produzentenseite wurden die Forderungen der Gewerkschaft weder dem Zeitpunkt nach, noch von der Höhe her und auch nicht in der intendierten Dauer von 12 Monaten akzeptiert. Statt der geforderten 50 € / Woche mehr für jeden Filmschaffenden ab dem 1. Januar 2012 hat sich die Produzentenallianz nur auf zunächst 35 € einlassen - allerdings auch erst zum 1.Juli 2012. Weitere 10 € des Sockelbetrags / Woche akzeptierten die Produzenten dann zum 1. Januar 2013, verbunden mit einer weitern, diesmal linearen Erhöhung unserer Wochengage um 2% für den Rest des Jahres 2013.

Konkret steigen also die – wohlgemerkt – Mindestgagen pro 50-Stunden-Woche in 2 Stufen,
denn bis zum 1.7.2012 bleibt alles beim Alten.

Gegenüber heute gilt ab dem 1.7.2012 und ab dem 1.1.2013:
Derzeitige Wochen-Tarifgage plus 35 € sowie später + 10 € + 2%
2. Assistent aktuell 830 € dann 865 € sowie später 893 € (insgesamt: + 7,95%)
1. Assistent heute 1163 € dann 1198 € sowie später 1232 € (insgesamt: + 5,85%)
Kameraoperator 1377 € dann 1412 € sowie später 1450 € (insgesamt: + 5,30%)
DoP/Kameramann 2533 € dann 2568 € sowie später 2630 € (insgesamt: + 3,83%)

Bitte denkt bei Produktionen ab Jahresmitte 2012 an die veränderten MINDEST-Tarifgagen, in deren Folge natürlich auch übertarifliche Vereinbarungen entsprechend angehoben werden sollten.

Mit besten Grüßen und guten Wünschen für alle kommenden Verhandlungen

das Team vom b v k
Bundesverband Kamera

Berlinale 2012 „Hoffnungsschimmer“ – Nominierungen

Falko Ahsendorf, den 08.01.2012
Berlinale 2012 „Hoffnungsschimmer“ – Nominierungen zur Auszeichnung für faire Produktionsbedingungen

Die Bundesvereinigung der Filmschaffenden-Verbände zeichnet zum zweiten Mal
eine Film- oder Fernsehproduktion für faire Produktionsbedingungen aus.

In diesem Jahr wurde die Auszeichnung für die Kategorien: Kinofilm, TV-Film, TV-Film aus
Reihe, TV-Mehrteiler, Serien, Dokumentarfilmproduktionen mit szenischen Handlungen
ausgeschrieben. 22.000 Filmschaffende konnten über das Netzwerk crew united ihre fairste
Film- oder Fernsehproduktion, bei der sie mitgewirkt haben, bewerten. Ca. 1400 Filmschaffende
nutzten diese Möglichkeit aus 668 Filmen ihre fairste Produktion auszuwählen. Anfang Januar
ergab diese Wahl 5 nominierte Filme:

"Barbara"
Schramm Film, Koerner & Weber
"Der perfekte Mann"
UFA Cinema GmbH
"Die vierte Macht"
UFA Cinema GmbH
"Keep the fire burning"
Little Shark Entertainment GmbH
"Mandy will ans Meer"
Granada Produktion für Film und Fernsehen GmbH

Aus diesen 5 nominierten Filmen wird bis zur Auszeichnungsvergabe durch eine E-Mail
Befragung aller Team-Mitglieder der Gewinner ermittelt.

In einem Festakt am 11. Febr. 2012 um 16:00h in der Landesvertretung Baden-Württemberg,
Tiergartenstraße 15, 10785 Berlin werden dem Produzenten, dem Produktionsleiter, und im
Einzelfall auch dem Regisseur, die Auszeichnung und eine Urkunde überreicht. Außerdem
erhalten alle Teammitglieder zur Erinnerung eine Anstecknadel.
„Auch im überschaubaren Bereich der Film- und Fernsehbranche geraten ethische Grundsätze
wie der faire Umgang von Arbeitgebern bzw. ihren Vertretern mit den Beschäftigten immer
weiter in Schieflage. Meist sind Umsatz und Gewinn die entscheidenden Faktoren und nicht
motivierte, zufriedene und gesunde Mitarbeiter. Es gibt Produktionen, die sich in wohltuender
Weise von der allgemeinen Tendenz distanzieren. Um diese hervorzuheben und ein positives
Zeichen zu setzen, haben wir den „Hoffnungsschimmer“ ins Leben gerufen“ resümiert Hans
Schlosser, geschäftsführender Vorstand der Bundesvereinigung, noch einmal die Motivation zu
dieser Auszeichnung. Zu weiteren Informationen und Kartenbestellungen zum Festakt am 11.
Februar 2012 info@die-filmschaffenden.de

16mm-Film für HD-Fernsehen bestens verwendbar

Johannes Kirchlechner, den 20.12.2011
Im Jahr 2010 hatten die vorläufigen Produktionsrichtlinien des technischen Spitzenistituts der deutschsprachigen Fernsehwelt - IRT (Institut für Rundfunk-Technik, München) - für die Produktion von HD-Fernsehen für einen branchenweiten Aufschrei der Empörung gesorgt, weil darin dem 16mm-Film als Akquisitionsmedium praktisch der Garaus gemacht wurde. Daraufhin hatte sich der bvk mit Nachdruck in die Diskussion eingemischt. Unterstützt durch namhafte Experten aus der Fachwelt konnte das Bild, das man sich im verantwortlichen Gremium, der Arbeitsgruppe „Technische-Produktions-Richtlinien-Fernsehen” (TPRF), von 16mm-Film gemacht hatte, geradegerückt werden. Und nicht nur das: Der bvk-Vorschlag ist ohne Veränderungen in die nun vom IRT herausgegebenen TPRF-HDTV übernommen worden.
An dieser Stelle noch einmal Dank an die beteiligten Herren aus dem bvk-Branchenforum (Herr Rädlein / ARRI und Herr Fischer / CinePostproduktion) und an das ausserordentliche bvk-Mitglied Prof. Sauter. Gemeinsam haben wir in die richtige Richtung bewegen & geraderücken können. Dank auch an den zuständigen Koordinator auf Seiten der Sender, Herrn Knör vom IRT.
Das IRT hat sich unseren Argumentationen durchaus geöffnet und mit dem bvk konstruktiv kommuniziert. Auch auf Seiten der Sender hat man unsere Argumente mit Offenheit und positiver Motivation aufgenommen. Hierfür danken wir allen Mitarbeitern aus den verschiedenen Sendern, die sich an der Diskussion beteiligt haben!

Man kann mit S16 hervorragendes HDTV produzieren!

Doch bitte: Die Optiken müssen stimmen! Hier mangelt es häufig. Es wird eben nicht mehr "nur 16" gedreht, sondern eben HD. Es müssen hochauflösende beste Optiken verwendet werden.

Die Technischen Richtlinien HDTV können hier heruntergeladen werden: Technische Richtlinien - HDTV
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